Das Männer- und Frauenbild in Film und Fernsehen

Die Zeiten haben sich geändert. Es ist selbstverständlich, dass Frauen Karriere machen, in die Politik gehen und für Ihren Unterhalt selber aufkommen. Auch Männer, die zu Hause bleiben, um auf die Kinder aufzupassen, während die Frauen zur Arbeit fahren, sind mittlerweile gang und gäbe.

Gegen diese Entwicklung ist nichts einzuwenden. Filmemacher haben dies aufgegriffen und stellen Männer heute oft sehr soft und feminin dar, während Frauen als stark und unabhängig porträtiert werden.

Dies steht in krassem Gegensatz zur Darstellung der Geschlechter in der Kinematographie bis in die 1970er Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Männer fast ausschliesslich mit machohaft anmutenden Zügen dargestellt, während den Frauen nur die Hausfrau- und Mutterrolle blieb.

Damit Anziehung zwischen den Geschlechtern entstehen kann, ist Polarität wichtig. Dies gilt nicht nur bei heterosexuellen Menschen, sondern auch bei homosexuellen. Je maskuliner ein Mann ist, desto mehr fühlt er sich zu femininen Frauen hingezogen (oder einem femininen Mann bei einem maskulinen homosexuellen Mann). Gleiches gilt für die Frau: Ist sie sehr feminin, wünscht sie sich einen starken Mann. Ist sie in ihrer Essenz nicht ganz so feminin, wünscht sie sich einen weniger maskulinen Mann. Man kann hier das Yin- und Yang-Symbol heranziehen, welches ein weisses Element (Mann) und ein schwarzes Element (Frau) zeigt, welche ineinander fliessen und sich so zu einem perfekten Kreis ergänzen.

Männer werden in Film und Fernsehen heute wie gesagt häufig als schwach und unselbständig dargestellt, während die Frau alles (alleine) kann. In ihrer Essenz sind die meisten Männer jedoch maskulin und Frauen feminin. Wenn nun Film und Fernsehen ständig die Geschlechter anders porträtieren, als diese wirklich sind, so übernehmen Männer und Frauen irgendwann die Stereotypen, denen sie in Film und Fernsehen ständig ausgesetzt sind. Dies führt dazu, dass Männer sich so zeigen, wie die Männer in der Film-Welt, nämlich schwach und unselbstständig. Frauen wiederum überspielen ihre Makel und zeigen sich stärker als sie wirklich sind. Dies führt zu einer mangelnden Polarität zwischen den Geschlechtern und zu Problemen bei der Anziehungskraft.